Wie erkennt man Syphilis?

Themenübersicht > Krankheiten     Veröffentlicht von: Gabriel -  5. Juni 2012

Was man braucht: zur Ansteckung einen Sexualpartner mit Syphilis, zur Behandlung einen Hautarzt
Schwierigkeit: erste Anzeichen sind erkennbar
Anmerkungen: Unter Syphilis versteht man eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit ausgelöst durch Bakterien. Es handelt sich um eine meldepflichtige Geschlechtserkrankung.
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Syphilis ist eine Geschlechtskrankheit die beim Geschlechtsverkehr durch Schleimhautkontakt übertragen wird, durch Oral-, Vaginal- oder Analverkehr. Eine Ansteckung mittels eines Kondomes kann, muss aber nicht helfen!
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Etwa drei bis vier Wochen nach der Infektion mit dem Bakterium, bildet sich an der Stelle wo es eingedrungen ist, ein kleines, meist schmerzloses oder schmerzarmes Geschwür mit verhärtetem Rand. Meist tritt dies an der Eichel auf, in weiterer Folge können auch die Hodensäcke davon betroffen sein, auch im Mundraum ist der Erreger zu finden (Oralverkehr) bzw. im Enddarm (Analverkehr).
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Da es sich zunächst um eine lokale Infektion handelt, spricht man hier vom „harten Schanker“. Das Geschwür ist leicht bis mäßig gerötet und sondert eine klare Flüssigkeit ab. Alleine diese Flüssigkeit enthält eine Vielzahl an Erregern aus welchem Grund hier eine sehr hohe Ansteckungsgefahr für andere liegt.
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Etwa ein bis zwei Wochen später werden die Lymphknoten in Mitleidenschaft gezogen und schwellen ab. Ab diesem Zeitpunkt ist die Infektion mittels eines TPHA-Testes nachweisbar.
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Etwa acht bis zehn Wochen kann man grippeartige Symptome an sich erkennen. Fieber, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen sind Anzeichen für eine Infektion wenn man ein entsprechendes Geschwür an den Geschlechtsteilen oder im Mund entdeckt.
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In weiterer Folge der Krankheit bilden sich am Körper (etwa 10 Wochen nach Infektion) kleine rote Punkte die im weiteren Verlauf zu Pappeln werden. Platzen diese, ist die austretende Flüssigkeit hoch infektiös.
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Diese Pappeln verschwinden in der Regel nach etwa 4-5 Wochen wieder. Bei weiterer Nichtbehandlung der Krankheit treten sie wieder auf. Bei all diesen Hauterscheinungen ist so gut wie kein Juckreiz vorhanden. Einzig, Geschwüre an der Eichel können extrem brennen.
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Etwa 3-5 Jahre nach erfolgter Infektion sind nicht nur Lymphknoten, Eintrittsstelle und Haut befallen. Eine Verbreitung im ganzen Körper hat stattgefunden und auch innere Organe angegriffen.
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Gummiartige Knoten bilden sich, große Geschwüre können an der Hautoberfläche entstehen, im Mund kann eine Perforation zur Nasenhöhle entstehen und es kann zu einer Aussackung der Aorta kommen aufgrund diese leicht reißen kann. Innere Verblutung ist das Resultat.
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Erste Symptome sollten vom Arzt unbedingt abgeklärt werden, ein Bluttest wird hier in der Regel durchgeführt. Da für einen Arzt die Anzeichen für Syphilis doch erkennbar sind, kann es sein, dass er zusätzlich zur Blutprobe ein Antibiotikum spritzt (in das Gesäß).
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Je nach Krankheitsstadium können aber auch weitere Therapien notwendig sein um den Erreger aus dem Körper zu bekommen. Schwanger sollten sich auf Syphiliserreger untersuchen lassen ebenso Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartner.
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